Einführung

Der Name Friedrich von Bodelschwinghs d. Ä. ist so untrennbar mit den Betheler Anstalten verbunden, dass er gemeinhin als ihr Gründer gilt – zu Unrecht: Die „Rheinisch-Westfälische Anstalt für Epileptische“ bei Bielefeld wurde 1867 gegründet, erst 1872 übernahm Bodelschwingh ihre Leitung. Doch bedeutete die Berufung Bodelschwinghs einen Wendepunkt. Bis zu seinem Tod im Jahre 1910 hatte er, die Gunst der Zeit nutzend, Bethel zur größten Einrichtung der Inneren Mission ausgebaut. Sein jüngster Sohn, Friedrich von Bodelschwingh d. J., genannt „Pastor Fritz“, führte die Anstalten durch das Zeitalter der Weltkriege und gestaltete das Werk des Vaters weiter aus. Ein Enkel des „alten Bodelschwingh“, Friedrich von Bodelschwingh III, stand bis zum Vorabend des gesellschaftlichen Umbruchs von 1968 an der Spitze des diakonischen Unternehmens. Weniger bekannt sind die anderen Kinder des Patriarchen und die Frauen an der Seite der Bodelschwinghs: Ida, die Frau „Vater Bodelschwinghs“, und Julia, die Frau von „Pastor Fritz“, spielten in der Geschichte Bethels eine lange Zeit wenig beachtete, aber nicht zu unterschätzende Rolle.

Friedrich von Bodelschwingh im Kreis seiner Enkel
Friedrich von Bodelschwingh im Kreis seiner Enkel

Wilhelm, Fritz, Frieda und Gustav von Bodelschwingh (v.l.n.r.)
Wilhelm, Fritz, Frieda und Gustav von Bodelschwingh (v.l.n.r.)

Ida und Frieda von Bodelschwingh
Ida und Frieda von Bodelschwingh